2010 hatte ich mir neben meiner Europa-Umrundung in den Kopf gesetzt, die Private Pilot License in den USA zu machen und mit einem Freund, der als Pilot arbeitet, Nordamerika von Osten nach Westen zu durchqueren. Mit einem Taildragger.

Große Inspiration war Long Way Round und Long Way Down von Charley Boorman und Ewan McGregor. Und die erfolgreiche Umsetzung von ORI10k spielte auch eine Rolle.

Trotz massivem Arbeitseinsatz von gut 5 bis 6 Monaten wurde aus dem Projekt nichts, denn:

  • Private Fliegerei ist in Deutschland relativ klein
  • Demnach gibt es auch kaum Sponsoren, die das Projekt unterstützen wollten
  • Für US-Unternehmen aus der Private Piloting Industrie war der deutsche Markt zu uninteressant

Warum ich mittlerweile froh bin, dass P2P gescheitert ist

Das Projekt war eine fixe Idee, und ich wollte sie einfach nur umsetzten „weil es geht.“ Das ist meiner Meinung nach einer der schlechtesten Gründe überhaupt – für alles.

Wenn ich mir die heutige Klimakatastrophe anschaue, bin ich froh, nicht noch mit unnötigem Privatfliegen und schlimmer noch: Andere durch Marketing dazu zu motivieren beigetragen habe.

Neben diesen eher persönlichen und ethischen Gründen habe ich aber auch einige Erkenntnisse mitgenommen, die mir sehr geholfen haben.

x wertvolle Erkenntnisse aus dem Fail P2P

  1. Ich habe viel über Fundraising und Sponsoring gelernt
  2. Ich habe gelernt, wie lang manche Projekte tatsächlich brauchen – vor allem am Beispiel des Honda Jet
  3. Projektmanagement und Roadmaps aufzubauen kannte ich natürlich aus meinem Beruf, aber das ganze für sein eigenes Großprojekt anzuwenden war Gold wert
  4. Für P2P habe ich ganz neue Medien und Kanäle eingesetzt und genutzt. Zum Beispiele habe ich damals zum ersten Mal gezielt YouTube eingesetzt
  5. Ich habe zum ersten Mal einen eigenen Song geschrieben und produziert.